Ausstellung: Auf gepackten Koffern – Leben in der Abschiebehaft

Am Mittwoch, den 24.06.2015, dem ersten Tag der Innenministerkonferenz in Mainz, eröffnen wir die Ausstellung „Auf gepackten Koffern – Leben in der Abschiebehaft“ im Allianzhaus, Große Bleiche 60-62 Mainz.

In der Abschiebehaft Berlin-Köpenick befinden sich täglich etwa 100 Personen in Haft. Nicht weil sie eine Straftat begangen haben, sondern weil die Ausländerbehörde sie abschieben möchte. In ihr Heimatland oder in ein anderes europäisches Land. Die Haft kann Tage, Wochen oder Monate dauern. Etwa die Hälfte der Insassen wird nicht abgeschoben, sondern nach wochen- oder monatelanger Haft wieder freigelassen. Die Unsicherheit über die Dauer und den Ausgang der Haft führt zu gesundheitlichen Schäden, Selbstverletzungen und Selbstmordversuchen. Das Leben in der Haft ist ein unsicheres Leben, ein Leben „Auf gepackten Koffern“:

Die Ausstellung durchbricht die Isolation der Inhaftierten. Der thematische Aufbau der Ausstellung widerspiegelt die Erfahrungen der Insassen. Anhand von Fotos und Interviews berichten acht Inhaftierte über ihre Erfahrungen mit der Abschiebehaft und den Behörden. Die Ausstellung macht so die Hintergründe und persönlichen Folgen eines erzwungenen Lebens „Auf gepackten Koffern“ deutlich.

Die Ausstellung findet ihr noch einen Monat lang immer Mittwochs 10:00-14:00 und Samstags 12:00-16:00 geöffnet.

Für Selbstbestimmung und Solidarität …kein Mensch braucht die IMK.